Neben dem Schloss als Hauptattraktion hat die Gemeinde ein weiteres
Kleinod: die Massemühle. 1808 gegründet, kann der
Besucher die bis heute fast unveränderte Tradition der
Keramikproduktion sehen, vor allem ein bestens erhaltener Maschinenpark.
Zu besichtigen am Tag des offenen Denkmals (jährlich Anfang
September) oder nach Absprache mit der Tourismusagentur.
Elgersburg bietet dank seiner idyllischen Lage im Geratal und
durch die Nähe zum Rennsteig ideale Möglichkeiten
für Natur- und Wanderfreunde.
Elgersburg´s Vergangenheit als Kur- und Badeort kann man
auch heute noch in geführten Quellen-wanderungen erleben.
Aber auch ohne Wanderführer kann man in und um Elgersburg
wunderschöne Wanderungen oder Spaziergänge machen.
Als Ausflugsziele in unmittelbarer Umgebung sind die Carl-Eduard-Warte
(Aussichtsturm und Gastronomie) und der Mönchhof zu nennen.
Etwas längere Touren führen zum Schöffenhaus,
nach Manebach auf den Spuren des ehemals aktiven Bergbaus in
der Region; weiter über den Goethe-wanderweg zum "Hausberg"
der Ilmenauer, dem Kickelhahn. Ilmenau selbst ist unbedingt
einen Ausflug wert. In der Goethe- und Universitätsstadt
kann man wunderbar auf Goethes Spuren wandeln und sich gut vorstellen,
dass Goethe den Aufenthalt in der beschaulichen kleinen Bergstadt
schätzte. Heute erinnert das Goethemuseum im Amtshaus an
den großen deutschen Dichter.
Die Nachbargemeinden von Elgersburg sind kleine, idyllische
Orte mit großem Traditionsbewusstsein.
Angelroda ist die älteste urkundlich erwähnte Gemeinde der Verwaltung. Oberst Burkhard Hieronymus Russwurm erwirbt 1591 das Gut Angelroda.
Er ließ zwischen 1614 und 1618 das Schloss errichten. Er blieb ohne Erben und so ging das Gut zurück an die Grafen von Schwarzburg (Günther von Schwarzburg). 1651 erwarb Regina Elisabeth von Witzleben das Gut für ihre Söhne Job Wilhelm, Friedeman Melchior und Hans Hartman.
Der Letzte Herr auf dem Gut in Angelroda war General Friedrich Karl von Witzleben.
Er musste, unter Zurücklassung all seiner Güter, im Jahr 1946 das Schloss verlassen.
Im Jahr 1947 wurde das Schloss abgerissen. Leider kann man heute nur noch erahnen, wo das Schloss stand. In den alten Wirtschaftgebäuden hat eine liebevoll gestaltete Heimatstube ideale Räumlichkeiten gefunden.
Die Landschaft wird geprägt durch die "Kammerlöcher", interessante Muschelkalkfelsen mit Klüften und Schluchten - und, als Triumph der Neuzeit, eine Brücke der künftigen Autobahn A71.
Fast bescheiden wirkt dagegen das Bauwerk unserer Vorfahren, der immerhin 26m hohe Eisenbahnviadukt - für die damalige Zeit ein technisches Meisterwerk.
Die kleinste Gemeinde Neusiß hat den ländlichen
Charakter der Region am besten bewahrt. Gepflegte Häuser,
Straßen und Gärten betonen dies.
Besondere Beachtung findet der Pferdesport, der aus der alten
Tradition des Fuhrwesens hervorgegangen ist. Das größte
sportliche Ereignis ist das Thüringenderby - jährlich
ein großer Publikumsmagnet.
Die Gemeinde Martinroda lebt vom reizvollen Zusammenspiel
von Wäldern, Wiesen und Feldern. Verkehrsgünstig
an der Bundesstraße 4 gelegen, lohnt es sich unbedingt,
einen Abstecher einzuplanen. Zahlreiche Unternehmen haben
sich angesiedelt, die traditionelle Porzellanindustrie lebt
ebenfalls weiter. Weit über Thüringen hinaus, nicht
nur bei Naturfreunden bekannt, ist der Veronikaberg mit seiner
seltenen Flora (Orchideen, großer Eibenbestand). Ihn
und die Umgebung von Martinroda zu erkunden,
lohnt sich zu jeder Jahreszeit.
Geraberg hat sich zu einem modernen Ort mit einer gut strukturierten
Infrastruktur entwickelt - nicht umsonst werden die Gemeinden
des Geratals von der größten Gemeinde aus verwaltet.
Auch die Traditionen des Bergbaus und der Thermometerherstellung
werden weiter gepflegt -im Januar 2002 wird ein Thermometermuseum
eröffnet. Das Braunsteinpoch- und Mahlwerk von 1885 ist
das wichtigste Denkmal des historischen Bergbaus der Region
um Geraberg. Die waldreiche Umgebung lädt zu großen
und kleinen Wanderungen ein, ebenso gibt es zahlreiche Freizeit-
möglichkeiten.
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